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Sebastian Grimm | 27.05.2021

Altersbegrenzung für Energy Drinks?

Altersbegrenzung für Energy Drinks? – Mindestalter, Warnhinweise, Risiken 

Eine Altersbegrenzung für Getränke ist kaum etwas Neues. Immerhin gibt es ja auch für Bier, Wein und Spirituosen ein Mindestalter, warum also nicht auch für andere potentiell gefährliche Getränke wie Energy Drinks?
In diese Richtung geht zumindest ein geplanter Gesetzesentwurf, den die SPD in Zusammenarbeit mit Foodwatch entwickelt hat. Was genau dahinter steckt und ob du in Zukunft den Ausweis mitnehmen musst, wenn du einen Energy Drink kaufst, das erfährst du hier.

 

Kommt bald das Mindestalter für den Energy Drink?

Derzeit sind Energy Drinks in Deutschland frei im Handel erhältlich. Zwar gibt es einzelne Ausnahmen, diese beruhen jedoch nicht auf Gesetzen, sondern auf Empfehlungen der Händler. Einige Edeka-Märkte (und Märkte der Kette Edeka) geben Energy Drinks erst an Kunden ab 16 ab. Das darf der Handel selbst bestimmen, unter 16-jährige haben da kein Einspruchsrecht, auch wenn sie im Discounter um die Ecke den Red Bull bekämen.

 

 

Die EU-Richtlinien

Einen deutschen Alleingang würde es zudem auch nicht geben, denn auch in anderen Ländern Europas gibt es gewisse Einschränkungen. In Großbritannien verkaufen Aldi und Lidl keine Energy Drinks an unter 16-jährige, in den Niederlanden müssen Käufer bei den beiden Discountern zumindest 14 Jahre alt sein. Auch hier regeln die Supermärkte das auf freiwilliger Basis. In Lettland und Litauen dürfen koffeinhaltige Limonaden überhaupt nicht an Minderjährige verkauft werden – es gibt also durchaus Beispiele, in denen der Verkauf eingeschränkt wurde. Ab welchem Alter Regelungen greifen, ist zwar regional unterschiedlich, aber eine Altersbeschränkung wäre auch in Deutschland nicht ausgeschlossen.
Aber warum stehen ausgerechnet die bunten Energie Drinks im Fadenkreuz gesetzlicher Regelungen?

Ist ein Energy Drink gefährlicher als zu viel Kaffee?

Zunächst einmal sollten wir klären, warum Energy Drinks jetzt mit Altersbegrenzung verkauft werden sollen. Das liegt natürlich

an den aufputschenden Inhaltsstoffen, darunter vor allem Koffein und Zucker. Beim Koffein kommt es natürlich auf die Menge an, ein wenig Koffein wirkt beflügelnd. Zu viel hingegen sorgt für Zittern, Herzrasen und Konzentrationsstörungen. Besonders tückisch: Jugendliche erreichen die empfohlene Höchstmenge Koffein mit einem Energy Drink besonders schnell. Eine Dose (80mg Koffein) enthält ungefähr so viel Koffein wie eine typische Tasse Kaffee (50-100mg Koffein). Nur ist Kaffee eben für Kids nicht so reizvoll wie ein zuckriger Energy Drink in bunter Dose.

 

 

In Punkto: Zucker

Der Zucker ist gleich der zweite Punkt, denn die über 50 Gramm pro Dose sind mehr als doppelt so viel wie die empfohlene Tageshöchstmenge der WHO. Schlechte Zähne, Übergewicht und erhöhtes Diabetesrisiko sind die Folgen. Auch Marken wie MBG (die Dachmarke des deutschen Energy Drinks „effect“) spricht sich für ein Mindestalter von 16 Jahren aus, auch wenn der Getränkehersteller sich für gesundheitliche Aufklärung statt Altersbegrenzung ausspricht.

Jeder Fünfte zwischen 10 und 16 Jahren trinkt regelmäßig Energy Drinks, der Konsum großer Mengen ist schädlich fürs Herz und wirkt sich negativ auf den Blutdruck aus. Der liegt bei 700.000 Kindern in Deutschland ohnehin zu hoch.
Eine schöne Zusammenfassung hierfür liefert der NDR.

 

Die Geschichte von Red Bull und Co. – Seit wann sprechen wir überhaupt vom Energy Drink?

An sich ist das alles nichts Neues, Kaffee und Cola sind ebenfalls frei erhältlich. Erst mit dem Österreicher Dietrich Mateschitz kam der Energy Drink überhaupt nach Europa, als thailändischer Import. Taurin und Koffein haben in Asien eine längere Tradition als Inhaltsstoffe in Trendgetränken. Doch der Begriff Energy Drink ist nicht alleine eine Frage des Koffein- oder Zuckergehalts, sondern auch der enthaltenen Stoffe Taurin, Inosit und Glucoronolacton. Es gibt also eine recht klare Trennlinie zwischen Energy Drinks und koffeinhaltigen Limonaden wie Cola.

Die eigentlichen Gefahren von Energy Drinks liegen in der erhöhten Menge Koffein und dem einfachen Konsum für Kinder und Jugendliche. Vor allem auch Minderjährige mit (noch nicht diagnostizierten) Herzrhythmusstörungen sind stark gefährdet.

 

Gefährliche Mengen an Koffein – die empfohlenen Obergrenzen

Ein Verkaufsverbot oder gesetzlich verpflichtendes Mindestalter gibt es noch nicht, sehr wohl aber einen Warnhinweis. Schwangeren, stillenden Frauen und Kindern wird der Konsum nicht empfohlen. Getränke, die früher ohne Warnung auskamen, müssen jetzt also auf mögliche Schäden hinweisen. Aber auch hier gilt weiterhin die freiwillige Selbstkontrolle und um die ist es ja nicht bei jedem bestens bestellt.

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit empfiehlt einen Konsum von maximal 3 mg Koffein (@ISA check in anderen Blogbeiträgen, hatten wir da mal nich was andres genannt?! Kosistenz!) pro Kilogramm Körpergewicht. Das wären bei 50 kg schweren Kindern und Jugendlichen folglich 150 mg (das wäre schlecht weil hat 200mg – also entweder nicht mit 50kg rechnen oder sagen dass wir deshalb loot erst ab 16 empfehlen/verkaufen – keine Ahnung wie wir das formulierren, am besten mit Marco absprechen.) . Das sind knapp zwei 250ml-Dosen Red Bull.

 

 

 

Energy Drinks und Alkohol

Gefahren lauern aber auch im Mischen von Energie Drinks mit Alkohol. Dass Wodka und Energy eine beliebte Mische ergeben, ist unstrittig. Der starke Eigengeschmack von Energy ist besonders gut geeignet, um den Alkoholgeschmack zu überdecken und lädt entsprechend zum Überkonsum ein. Selbst erwachsene Menschen können damit Probleme bekommen, zumal Koffein den Alkoholabbau im Körper behindert. Der Energy Drink am nächsten Morgen verlängert also nur den Kater, auch wenn er für den Moment wacher machen mag.

Neben Energy Drinks kommen auch noch Energy Sweets hinzu, also koffeinhaltige Weingummis, die Energy einer noch jüngeren Zielgruppe immer näher bringen sollen. Dennoch ist die Lage komplex und politisch strittig. Verbraucher- und Jugendschutzverbände hätten gerne einen Verkaufsstopp, Hersteller von Energy Drinks appellieren an die Eigenverantwortung und konservative Politiker wünschen sich Aufklärung durch die Eltern statt Verboten.

 

 

Warum ist das so?

Das ist natürlich deswegen ein zweischneidiges Schwert, weil auch Zuckerüberkonsum oft in den wirtschaftlich schwächeren Gesellschaftschichten verbreitet ist, wo gesundheitliche Aufklärung und gesunde Ernährung in der Familie nur einen geringeren Stellenwert haben.

 

Stärker gefährdete bliene alleine mit dem Verlass auf Eigenverantwortung also stärker gefährdet. Laut einer EFSA-Studie gehören 12 Prozent der 10-19 Jährigen zu den starken Konsumenten und trinken pro Woche sieben (!) Liter Energy Drinks.
Aber ein vollständiges Verkaufsverbot an Minderjährige käme de facto einem Vergleich mit Alkohol und Zigaretten gleich.

 

Ab welchem Alter solltest du Gaming Booster trinken?

Auch unsere Booster enthalten natürlich Koffein als einen Bestandteil unserer leistungssteigernden Formel. 200 mg nimmst du pro Portion zu dir, wie viel das für dich persönlich ist, obliegt auch deiner Verantwortung (Formulierung evtl. schöner?). Bei Loot Drink liefern wir dir einen benötigten Energiekick, wenn du ihn am meisten brauchst. Zudem kannst du unseren Gaming Booster auf deinen Geschmack und deine Bedürfnisse abstimmen, indem du geringer dosierst.

Die gesundheitlich unbedenkliche Menge an Koffein liegt bei rund 5,7 mg pro kg Körpergewicht, aber gesundheitlich unbedenklich heißt noch nicht uneingeschränkt empfohlen. Zu viel Koffein kann Konzentrationsstörungen hervor rufen und deinen Schlafrhythmus negativ beeinflussen – also genau das Gegenteil von dem, was du bewirken willst.
Achte also unbedingt auf dich, deine Gesundheit und einen verantwortungsbewussten Konsum.

 

Die Geschichte der Altersbeschränkung und ein Ausblick in die Zukunft

Seit wann überhaupt über eine Altersbegrenzung bei Energy diskutiert wird, ist von Land zu Land unterschiedlich. In Deutschland gibt es diese derzeit noch nicht, zumindest nicht gesetzlich vereinheitlicht. Ob ein Händler aber die koffeinhaltigen Limonaden erst ab 16 verkauft, obliegt dem Personal selbst und manche Ketten setzen dies eben auch auf freiwilliger Basis um.
Warum früher ohne und jetzt mit Altersbegrenzung gearbeitet werden soll ist eine politische und wirtschaftliche Streitfrage und wie in so vielen Fällen gibt es hier nicht nur Schwarz und Weiß.

 

Kaffee und Koffein

Koffein in Kaffee wird auch nicht eingeschränkt, ist aber eben auch für Kinder und Jugendliche, die ja besonders gefährdet sind, nicht das Problem. Dass regulativ eingegriffen werden kann, wenn gefährliche Konsumgüter sich explizit an den Geschmack von Kindern richten, zeigt das Beispiel der Alkopops. Der Vergleich mit Alkohol ist hier so passend, weil Alkopops nicht mehr Alkohol enthalten als Bier, aber durch den Limonadengeschmack attraktiver für Jugendliche sind. Diese Gefahr des fahrlässigen Überkonsums gibt es bei Energy Drinks eben auch. Zumal der Zucker zudem Langzeitrisiken mit sich bringen kann.
Es kann also durchaus sein, dass auch hierzulande ein verpflichtender Verkaufshinweis für koffeinhaltige Energy Drinks kommt. Ein Verkauf ab 16 wäre dann das wahrscheinlichste Szenario.

Klar ist, wenn wir alle Kinder und Jugendliche besser vor den Auswirkungen eines Überkonsums schützen können, können wir auch koffeinhaltige Energy Drinks und Gaming Booster guten Gewissens genießen.

 

 

Was sagt LOOT Drink zu allem?

Wir finden einen verantwortungsvollen Konsum gut und stützen daher den Verkauf ab 16 Jahren. Zudem haben wir den Vorteil, dass in LOOT kaum Zucker enthält, und daher viel gesünder ist, als herkömmliche Produkte. Du willst unsere Produkte testen, und dich von der Qualität selbst überzeugen? Dann klicke hier. 

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